Das NEMESIS-Projekt ist ein europäisches Forschungsprojekt, das untersucht, wie einige alltägliche Chemikalien die menschliche Gesundheit, insbesondere unseren Stoffwechsel, beeinflussen können.
Diese Chemikalien, sogenannte endokrinschädliche Chemikalien (EDCs), können in Hormonsysteme eingreifen. NEMESIS konzentriert sich insbesondere darauf, wie diese Chemikalien beeinflussen können, wie unser Körper Energie nutzt, den Blutzucker reguliert und Fett speichert.
Durch ein besseres Verständnis dieser Auswirkungen zielt das Projekt darauf ab, ein gesünderes Leben und einen stärkeren Schutz der öffentlichen Gesundheit in ganz Europa zu unterstützen.
Warum ist diese Forschung wichtig?
Gesundheitszustände wie Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes und andere Stoffwechselstörungen nehmen weltweit zu. Diese Bedingungen sind komplex und werden von vielen Faktoren beeinflusst, einschließlich Ernährung, körperlicher Aktivität, Genetik und sozialen Bedingungen.
Die Forschung zeigt nun, dass auch Umweltfaktoren, einschließlich der Exposition gegenüber bestimmten Chemikalien, eine Rolle spielen können.
NEMESIS hilft bei der Beantwortung wichtiger Fragen, wie z.B.:
- Wie beeinflussen EDCs den Stoffwechsel im Laufe der Zeit?
- Was passiert, wenn Menschen Chemikalienmischungen ausgesetzt sind?
- Wie kann die Risikobewertung verbessert werden?
- Wie kann gesundheitsförderliches Verhalten unterstützt werden?
Das Verständnis dieser Verbindungen ist für die Verbesserung der Prävention und den Schutz künftiger Generationen von entscheidender Bedeutung.
Was geschieht in diesem Projekt?
NEMESIS bringt Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen in ganz Europa zusammen, darunter Toxikologie, Medizin, Biologie und öffentliche Gesundheit.
Das Projekt arbeitet an:
- Zu untersuchen, wie EDCs metabolische Zielorgane beeinflussen (z. B.: Leber, Bauchspeicheldrüse oder Darm);
- Zu verstehen, wie Exposition in realen Alltagssituationen entsteht;
- Zu identifizieren, welche Lebensphasen am empfindlichsten sind;
- Methoden zur Bewertung chemischer Risiken zu verbessern;
- Evidenz bereitzustellen, um bessere politische Maßnahmen und Entscheidungen zu unterstützen;
- Das erzeugte Wissen aufzubereiten und verständlich an die Öffentlichkeit zu kommunizieren.
Ein Schwerpunkt liegt auf der realen Exposition, nicht nur mit einzelnen Chemikalien, sondern auch mit den Mischungen, denen Menschen im Alltag begegnen.
Von der Wissenschaft zum Handeln
Eines der Hauptziele von NEMESIS ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse nützlich und zugänglich zu machen.
Das bedeutet:
- Politische Entscheidungsträger mit Evidenz zu unterstützen, damit Vorschriften verbessert werden können;
- Gesundheitsfachkräften zu helfen, Umweltrisiken besser zu verstehen:
- Der Öffentlichkeit klare und verlässliche Informationen bereitzustellen.
Durch die Verbindung von Wissenschaft mit Entscheidungen aus der Praxis trägt NEMESIS zur Schaffung sichererer Umgebungen und gesünderer Gemeinschaften bei. Deshalb ist diese Website Teil dieses Projekts und Sie finden hier evidenzbasierte Informationen.
Darüber hinaus ist NEMESIS Teil umfassenderer europäischer Bemühungen, die Auswirkungen endokrinschädigender Chemikalien auf die Gesundheit besser zu verstehen und anzugehen. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Forschungsinitiativen im ENKORE-Cluster trägt das Projekt zu einem wachsenden Wissensbestand bei, der einen stärkeren Schutz von Mensch und Umwelt unterstützt.
Bei der Arbeit von NEMESIS geht es um mehr als Forschung. Es geht darum, Wissen aufzubauen, das zu praktischen Lösungen, fundierten Entscheidungen und wirksamen Strategien beitragen kann.
Indem wir verstehen, wie sich alltägliche chemische Belastungen auf unseren Körper auswirken, können wir als Einzelpersonen und als Gesellschaft Maßnahmen ergreifen, um die Gesundheit jetzt und in Zukunft zu schützen.